Das 21. Jahrhundert verlangt nach einer Neuregelung der Urheberrechte

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Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

Ich bin der Ansicht, dass ...

  • ... es grundsätzlich falsch ist, die individuelle Handlungsfreiheit aller Bürger als geringeres Gut zu werten, als den Profit von Urhebern
  • ... es grundsätzlich falsch ist, die Verbreitung von Kunst und Ideen unter Strafe zu stellen
  • ... sich Urheber bei der Veröffentlichung ihrer Werke darüber im Klaren sein müssen, dass eine Nutzung ihrer Werke durch die Öffentlichkeit stattfinden wird und sie auf die Art und Weise dieser Nutzung nur begrenzten bis keinen Einfluss nehmen können
  • ... es kein grundsätzlich falscher Ansatz ist, Urheber proportional zum Erfolg ihrer Werke entlohnen zu wollen

Offenkundig besteht ein Widerspruch, zwischen dem Verlangen nach erfolgsgekoppelter Entlohnung von Urhebern und dem Recht jedes Staatsbürgers auf die Freiheit seines Handelns.

Nach geltender Gesetzgebung dürfen Urheber die Freiheiten Anderer in Bezug auf Verwendung ihrer Werke (inkl. Weitergabe) beschneiden. Die Weitergabe von Werken ohne Erlaubnis der ursprünglichen Urheber wird sogar vergleichsweise schwer bestraft. Diese Handhabe halte ich für überholt. In Anbetracht des Umfangs der individuellen Freiheiten, die in diesem Zuge wie selbstverständlich verletzt werden, sollte man diese Haltung dringend grundsätzlich überdenken.

Nachfolgend einige Überlegungen zu diesem Thema.

Urheber zu werden bedeutet Investition

Der Akt der Schaffung eines Werkes stellt für seinen Urheber in verschiedenerlei Hinsicht eine Investition dar. So sind beispielsweise in aller Regel Zeit und Ressourcen zur Schaffung eines Werkes erforderlich.

Der Markt bestimmt den Preis

Eine der Motivationen eines Urhebers zur künstlerischen Betätigung ist die Gegenleistung eines Publikums, dem der Urheber seine Werke überlässt, denn jeder Urheber muss durch sein Schaffen seinen Lebensunterhalt finanzieren können und deshalb einen möglichst hohen Preis für seine Werke verlangen. Urheber müssen ihre Werke also verkaufen. Werke, die nicht verkauft werden, spielen in diesem Kontext auch keine Rolle, denn in der Debatte um Urheberrechte spielen Werke erst dann eine Rolle, wenn der Urheber sie tatsächlich veröffentlicht.

Eine höhere in Aussicht gestellte Gegenleistung für ein Werk ist für einen Urheber grundsätzlich eine Motivation, ein Werk von höherer Qualität zu schaffen - eine Kausalität, die verständlicherweise im Interesse des Publikums ist. Es ist hinlänglich bekannt, dass der Preis eines Werkes am einfachsten nicht etwa durch Einzelprüfungen, sondern durch Märkte bestimmt wird, in denen ein Wechselspiel von Angebot und Nachfrage stattfindet. Danach bieten Urheber ihre Werke zu einem Preis an, den sie für angemessen hoch halten. Es kommt erst dann zum Verkauf, wenn sich Urheber und Abnehmer auf einen angemessenen Kaufpreis geeinigt haben. Ist ein Urheber nicht in der Lage, durch den Kaufpreis die Investition in die Schaffung seiner Werke zu refinanzieren, so kann der Urheber seine Tätigkeit nicht (hauptberuflich) ausüben. Salopp ausgedrückt: Besteht kein ausreichend hohes gesellschaftliches Interesse an der Tätigkeit eines Urhebers, so kann der Urheber sein gesellschaftliches Leben nicht allein durch diese Tätigkeit bestreiten und sollte dies nach der gesellschaftlichen "Meinung" eben auch nicht.

Das Konzept solcher Märkte hat sich für materielle Waren im Großteil aller Staaten der Welt etabliert. Märkte sorgen für Konkurrenz unter Produzenten, zwar im Zuge dessen zum Zugrunderichten ineffizienter bzw. nicht-nachgefragter Produzenten, so aber auch zur Beibehaltung oder Verbesserung der Qualität materieller Produkte.

Des Pudels Kern: Immaterielle Güter verbreiten sich auch ohne Markt, daher sinkt ihr Marktwert nach Veröffentlichung auf Null

In der Ökonomie der westlichen Welt hat spätestens mit Beginn des 21. Jahrhunderts die Bedeutung der immateriellen Güterproduktion, gegenüber der materiellen, stark zugenommen.

Die Produzenten der immateriellen Güter verlangen gewohnheitsgemäß die Anwendbarkeit derselben Mechanismen, die auch für materielle Waren gelten und würden es daher gerne sehen, dass die Verbreitung ihrer Werke nur ihnen möglich ist - ein Umstand, der bei digitalisierbaren Werken faktisch nicht gegeben ist: Zur Vervielfältigung bestehender, digitaler Werke bedarf es keiner erneuten Investition. Während die Schaffung materieller Waren einen Arbeitsaufwand bedeutet, kann ein immaterielles Werk, sobald es veröffentlicht ist, ohne nennenswerten Aufwand beliebig oft vervielfältigt und so verbreitet werden. Dies hat zur Folge, dass der Urheber sein Werk nur begrenzt oft verkaufen kann, denn durch die Verbreitung verliert er sein Monopol an der Weitergabe. Der finanzielle Wert des Werkes am Markt sinkt in der Folge auf Null.

Urheber verlangen daher, dass der Staat die Handhabe, die für materielle Waren gilt, künstlich auch für immaterielle herbeiführt, indem er den Urhebern das Monopol an der Weitergabe zuspricht und dieses Monopol durch strafrechtliche Sanktionen erzwingt.

Der staatliche Zwang jedoch beschneidet die individuelle Handlungsfreiheit der Bürger, sodass es unausweichlich zu einer Auseinandersetzung mit Bürgern kommt, die diese Beschneidung nicht hinnehmen wollen.

Eine Neuregelung des Urheberrechts wäre ein schweres Unterfangen, scheint aber unvermeidbar

Die Gegebenheiten des 21. Jahrhunderts machen es nach meiner Ansicht unausweichlich, sich erneut mit der Frage auseinanderzusetzen, welche Rechte ein Urheber über sein Werk ausüben kann. Es ist klar, dass die Struktur von Werk-Märkten (Produzenten - Zwischenabnehmer - Endabnehmer) durch die Antwort auf diese Frage unmittelbar beeinflusst - wenn nicht gar bestimmt ist. Entsprechend zieht eine Abänderung der gesellschaftlichen Haltung größere Umstrukturierungen von Märkten nach sich. Sicherlich werden einige bestehende Geschäftsmodelle, die ihren Profit aus der Vermarktung von (digitalen) Werken ziehen, zugrunderichtet werden. Andererseits entsteht Raum für neue Geschäftsmodelle. Ohnehin sollte die Angst vor Veränderung nicht die treibende Kraft sein, die die Zustände in unserer Gesellschaft bestimmt.

Eine Neubewertung unseres Verständnisses von Urheberschaft und Urheberrechten scheint mir daher unausweichlich.

Kopieren ist kein Unrecht

Immaterielle Dinge können keinen Eigentümer haben

Wissen und andere Arten von Information sind immaterielle Güter, sie können zwar auf einem Datenträger befindlich sein, der seinem Eigentümer gehört, selbst können sie jedoch aus philosophischer Argumentation heraus keinen Eigentümer haben. Man könnte auch sagen, Information ist frei.

Information nutzt sich durch Weitergabe nicht ab

Aus derselben Argumentation heraus lässt sich ableiten, dass durch Weitergabe von Information niemandem ein unmittelbarer Schaden entsteht, denn Information kann beliebig oft weitergegeben werden, ohne sich abzunutzen: Weder das Original des Urhebers, noch irgendeine Kopie wird durch den Akt der Weitergabe geschädigt, insofern kommt der Urheber also schlichtweg nicht zu Schaden.

Dass Urheber geschädigt würden, ist nicht korrekt

Zwar könnte der Urheber mehr Profit erzielen, wenn die Sachlage anderst wäre, etwa in der Art, wie es für materielle Güter geregelt ist. Tatsache aber ist, dass materielle und immaterielle Güter grundsätzlich verschieden sind und daher auch grundsätzlich verschiedener, gesetzlicher Handhabung bedürfen.

Der Urheber muss für die Zeit, die er in ein Werk investiert, eine Entlohnung verlangen, nicht aber für das Werk. Der Künstler muss sich also an Dienstleister mit einem Stundenlohn betrachten.

Es muss daher auf Ablehnung stoßen, wenn Urheber verlangen, dass die Weitergabe ihrer veröffentlichten Werke gesetzlich reglementiert bzw. eingeschränkt wird.

Weitergabe von Information ist gesellschaftlich wünschenswert

Die Weitergabe von Wissen von einem Menschen zum anderen ist ein gesellschaftlich durchaus wünschenswerter Prozess: Wir schicken beispielsweise Kinder zur Schule, um ihnen unsere gesellschaftliche und technologische Entwicklung - gewissermaßen im Schnelldurchlauf - beizubringen, denn wir wollen, dass sie sich nicht mit Problematiken konfrontiert sehen müssen, die wir selbst bereits gelöst haben.

Weitergabe von Werken ist gängige Praxis im materiellen Kontext und dort nicht illegal

Sicherlich wird man mir zustimmen, dass es nicht illegal sein kann, wenn ein Nutzer beispielsweise eine Film-DVD auf eBay verkauft, nachdem er sie angesehen hat. Man wird argumentieren, dass der Käufer mit dem Kauf die volle Verfügungsgewalt über die DVD erlangt hat, und nun, da sie sein Besitz ist, mit der DVD an sich tun und lassen kann, was er will.

Der Vorgang des Verkaufs auf eBay kommt der Weitergabe eines urheberrechtlich geschützten Werkes gleich. Die Weitergabe erfolgt, nachdem es angesehen, also "genutzt" wurde, d.h. faktisch kommen sowohl der ursprüngliche "Nutzer" als auch der Käufer der DVD auf eBay beide zur Nutzung eines Werkes, für das nur einmal an den Urheber gezahlt wurde. Nachdem dies nicht illegal sein kann, wird man mir also zustimmen müssen, dass es nicht grundsätzlich illegal sein kann, wenn mehrere Nutzer ein urheberrechtlich geschütztes Werk nutzen, und dafür nur einmal an den Urheber zahlen. Nachdem die DVD im Prinzip beliebig oft weitergegeben werden kann, kann es auch nicht grunsätzlich illegal sein, dass zahllose Nutzer ein Werk nutzen, für das nur einmal an den Urheber gezahlt wird.

Letzteres aber passiert auch mit digitalen Werken auf Tauschbörsen im Internet: Der Urheber wird einmal bezahlt und das Werk wird an zahllose Nutzer weitergegeben - ein Vorgang der illegal genannt wird.

Offenkundig ist dies ein Widerspruch. Gibt es also einen Umstand, der die Weitergabe des Films in digitalisierter Form über das Internet grundsätzlich vom Verkauf des digitalen Datenträgers über das Internet unterscheidet ?

Man mag mit der Größe des Auditoriums argumentieren: Sicherlich teilt man im Internet mit sehr viel mehr Menschen, als durch die Weitergabe der DVD. Dann aber würde sich immernoch die Frage stellen, ab wievielen Weitergaben konkret der "Sprung" von der selbstverständlich legalen zur illegalen Weitergabe erfolgt.

Ich denke, es gibt niemanden, der sinnvoll eine solche Obergrenze benennen könnte - Ich denke, letztlich man muss einsehen, dass sie ein willkürliches Konstrukt ist:

Die unbegrenzte Weitergabe von Werken kann schlichtweg nicht illegal sein.

Es ist absurd, Menschen für den Besitz von Information zu bestrafen

Augenscheinlich scheint die Freiheit von Information ein selbstverständliches Gut zu sein. Freilich, wird jeder sagen, hat niemand das Recht, einen anderen allein für den Besitz einer Information zu bestrafen. Jedoch ist diese Freiheit nicht so selbstverständlich, wie sie scheint: Gesellschaften in Europa bestrafen durchaus einzelne ihrer Mitglieder, wenn sie Information besitzen, die andere geschaffen haben.

Es gibt kein "geistiges Eigentum"

Unter dem Begriff des "geistigen Eigentums" versuchen Urheber, die Verbreitung ihres Wissens zu verhindern. Widersinnigerweise unterstützen Gesellschaften in Europa diesen Habitus, obwohl er klar im Wiederspruch zu gesellschaftlichen Interessen steht. Denn im Gegensatz zur bloßen "geistigen Urheberschaft", gibt es schlichtweg kein "geistiges Eigentum": Der Begriff des Eigentums fasst zusammen, dass alle Mitglieder einer Gesellschaft den materiellen Besitz eines Individuums respektieren müssen, denn mit seiner Wegnahme ginge er dem Eigentümer verloren. Schon allein weil Information durch ihre Weitergabe nicht verloren geht, kann sie demnach kein Eigentum sein.

Zur Beschneidung individueller Freiheiten bedarf es handfesterer Argumente

Es lässt sich kaum vermeiden, in der Debatte um Urheberrechte eine grundlegende Frage zu stellen: Wann hat der Staat das Recht, die Freiheit seiner Bürger einzuschränken ? Auf welcher Grundlage steht die Forderung an den Bürger, Tätigkeiten, wie das Anfertigen von Kopien, zu unterlassen ?

Die Antwort auf diese Fragestellung ist schwerwiegend: Die Gesellschaft hat ausschließlich dann das Recht, ihre Mitglieder in der Freiheit von Rechten und Tätigkeiten zu beschneiden oder zu nötigen, wenn die anderen Mitglieder der Gesellschaft sonst dadurch in einer gleichermaßen schwerwiegenden oder schwerwiegenderen Freiheit beschnitten oder genötigt würden.

Darüberhinaus hat jedes Individuum das Recht, zu tun und zu lassen, was es will.

Durch die Weitergabe von Information entsteht der Gesellschaft kein Schaden - im Gegenteil. Insofern hat der Staat auch nicht das Recht, dem Bürger Respekt vor "geistigem Eigentum" abzuverlangen.

Die Einschränkung der Weitergabe von Werken ist technisch nicht umsetzbar

Das Internet ist durch staatlichen Zwang kaum zu kontrollieren

Tatsache ist, dass das Internet als potentes, informationsverbreitendes Medium die geltenden Regelungen zur Beschränkung der Informationsverbreitung wirkungslos macht: Jedwedes digitalisierbare Werk kann und wird an irgendeiner Stelle seinen Weg in die Datenautobahnen des Internet finden und von dort aus, sei es nun gesetzlich oder ungesetzlich, seinen Weg zu einem Abnehmer finden, der sich eine Kopie anfertigt, ohne den Urheber dafür in direkter Weise zu entlohnen. Diesen Prozess zu unterbinden zu suchen ist de facto ein Unterfangen ohne Aussicht auf Erfolg. Es schadet sogar durch den Mehraufwand einerseits dem Urheber, und andererseits durch die eingesetzten, einschränkenden Mechanismen ungewollt, aber unausweichlich, auch dem Publikum. Es stellt sich also auch die Frage, ob eine Gesetzgebung, die de facto nicht durchsetzbar ist, zweckmäßig sein kann. Schließlich werden durch die Kriminalisierung der bloßen Weitergabe von Werken Schwarzmärkte geschaffen, in denen schlussendlich überhaupt kein Urheberrecht mehr Anwendung findet - auch dieser Zustand kann kaum im Sinne von Urhebern sein.

Kopierschutz

Viele Vermarkter versuchen, digitale Werke an der Schnittstelle zu ihrem Publikum zu kontrollieren. Dabei wird u.a. versucht, Kopierschutzmechanismen für digitale Speichermedien zu entwickeln. Bisher sind jedoch noch alle solchen Versuche (nach Prüfung durch entsprechende Experten) erfolgreich ausgehebelt worden, was die Zweckmäßigkeit des Ansatzes grundsätzlich in Frage stellt.

Streaming

In einer zweiten Strategie machen die Anbieter den Abnehmer von einzelnen Bereitstellern im Internet abhängig, welche entsprechende Bandbreite permanent zur Verfügung stellen müssen, um die Wertigkeit des Werkes für den Abnehmer zu garantieren. Abgesehen davon, dass diese forcierte Singularisierung der Quelle einer digitalen Ressource, der Natur des Internet grundsätzlich widerspricht, existiert das Werk darüberhinaus nur im Zusammenhang mit einem Internet-Anschluss, was jedwede Anwendung, die der Natur des Werkes angemessen wäre, einschränkt oder gar unterbindet, und dadurch notwendigerweise der Wertigkeit des Werkes mindestens schadet. Denken wir in diesem Zusammenhang z.B. an einen portablen Musik-Player, der für Musik in Stream-Form naturgemäß nicht eingesetzt werden kann.

Digital Rights Management

Andere Parteien stellen Werke zwar in digitaler Form zu Verfügung, setzen aber auf sog. "Digitales Rechtemanagement" (DRM). Dabei werden u.a. Werke in unbrauchbarer Form bereitgestellt und erst dann lesbar, wenn bei jedem Zugriff eine Autorität im Internet zustimmt. Hierbei leidet wiederum die Wertigkeit des Werkes und auch die Wirksamkeit solcher Mechanismen ist zeitlich begrenzt. Es ist auch möglich, die Software, die zum Betrachten eines digitalen Werkes erforderlich ist, derart von zentraler Stelle einzuschränken, dass sie implementierten Einschränkungen Folge leistet.

Obskure Wiedergabegeräte

In einer weiteren Ausprägung manifestiert sich der dargestellte Versuch, Kontrolle über Datenströme zu gewinnen, darin, dass Hersteller von Wiedergabegeräten mit den Herstellern der digitalen Formen der Werke derart kooperieren, dass das Werk selbst niemals für den Abnehmer sichtbar wird, sondern in unlesbarer Form vorliegt und nur von den entsprechenden speziellen Wiedergabegeräten dargeboten werden kann, wie im Beispiel der Verschlüsselung des Datenstroms zwischen HDMI-Wiedergabegeräten und HDMI-Monitoren.

Auch die Wirksamkeit derartiger Kontrollmechanismen ist zwangsweise zeitlich begrenzt, denn an irgendeiner Stelle ist jeder Datenstrom im Klartext verfügbar, schließlich muss er dem Auditorium irgendwie zugänglich gemacht werden. Es zeigt sich überdies, dass derart restriktive Angebote beim Endkunden auf geschmälerte Akzeptanz stoßen, was ihrem Marktwert zumindest schadet, zumal die Einführung solcher Obfuskierungsmaßnahmen die Fehleranfälligkeit der entsprechenden Geräte stark erhöht.

Das Dilemma

Zwar mögen diese Strategien eine verlangsamende Wirkung auf die Verbreitung eines urheberrechtlich geschützten Werkes haben, sind jedoch in jedem Fall nur auf kurze Sicht wirksam. Kopierschutz-Mechanismen werden geknackt, Stream-Downloader werden entwickelt, DRM-Mechanismen werden ausgehebelt.

Schlussendlich muss man eingestehen, dass solche Ansätze zur Zensur von digitaler Information nur die "Symptome", nicht den Kern der Problematik lösen und lösen können, und dass die entsprechenden, konträren Entwicklungen sich letzten Endes nur durch eine umfassende Überwachung des Informationsaustausches zwischen Menschen unterbinden ließen, ein Horror-Szenario, das mit Sicherheit weder im Interesse eines Urhebers, noch eines Staates sein kann.

Zum Problem wird all dies, da eine breite Masse der Bevölkerung digitale Information ohne direkte Entlohnung der Autoren bezieht, was für sich genommen schon die Frage aufwirft, inwieweit die Praktiken der breiten Masse überhaupt illegal sein können, denn: Es ist nicht der Mensch für das Gesetz, sondern das Gesetz für den Menschen.

Urheber sollten selbst entscheiden können, ob und wann sie veröffentlichen

-in Arbeit-

Urheber sollten das Recht auf korrekte Zitation haben ("Attribution")

-in Arbeit-

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