Kategorie:Eigentumsrecht

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Der Standpunkt des Autors zum Eigentumsrecht unterscheidet sich von der geltenden Gesetzgebung.

Der Autor hält foldende Maximen für gültig:

  1. Wesen mit bewusstem Willen können kein Eigentum sein oder werden.
  2. Immaterielle Güter können kein Eigentum sein oder werden.
  3. Materielle Güter, die nicht durch eine menschliche Schöpfung zustande gekommen sind, sind kein Eigentum.
  4. Materielle Güter, die kein Eigentum sind, können dann Eigentum genannt werden, wenn in die Ausgangsstoffe eine wesentliche Wertschöpfungsarbeit investiert wurde. Als pars pro toto bezieht sich die Eigentumszuordnung dann zwar nur auf den Mehrwert, nicht die Ausgangsstoffe, dabei wird aber das Ganze, weil untrennbar mit dem Mehrwert verbunden, als Eigentum angesehen.

Inhaltsverzeichnis

Implikationen

  • Tiere sind kein Eigentum, da sie Wesen mit bewusstem Willen sind
  • Pflanzen können zu Eigentum werden, die sie keinen bewussten Willen besitzen
  • Information ist kein Eigentum, da sie nicht materiell ist
  • Grund & Boden ist kein Eigentum, da er an sich nicht durch eine menschliche Schöpfung zustandegekommen ist
  • Gebäude sind Eigentum, da sie durch menschliche Schöpfung zustandekommen
  • Bodenschätze sind kein Eigentum, da sie nicht durch Menschenhand geschaffen wurden
  • Erzeugnisse von Maschinen sind Eigentum, da Maschinen eine menschliche Schöpfung sind

Philosophische Ableitung des Respekts vor entscheidungsfähigen Wesen

Ein Wesen, das in der Lage ist, Entscheidungen über sein Schicksal zu treffen, hat ein Anrecht darauf, dass seine Entscheidungen durch Menschen wahrgenommen werden. Wenngleich nicht allen Entscheidungen von entscheidungsfähigen Wesen Folge geleistet werden muss, so ist es doch stets angebracht, sie angemessen zu berücksichtigen.

Die Pflicht zum Respekt vor Entscheidungen ist umso stärker, wenn ein Wesen in der Lage ist, eine Entscheidungen nicht nur durch einen biochemischen Reflex, sondern durch geregelte Informationsverarbeitung herbeizuführen, möglicherweise unter Ausnutzung eines Nervengeflechts, oder sogar in der Gegenwart eines Bewusstseins seiner selbst.

Hin und wieder wird vorgebracht, der Mensch hätte als überlegenes Wesen das Recht, unterlegene Wesen zu dominieren, über ihr Schicksal zu verfügen und sie entsprechend auszubeuten. Zuweilen werden auch religiöse Argumente angeführt, wenn es heißt, "die Natur sei dem Menschen zur (Aus)Nutzung übergegeben". Solche Argumente fußen auf der Bequemlichkeit der Profitierenden und dem für den Menschen glücklichen Umstand, dass er die dominierende Spezies auf dem Planeten ist. Tatsache jedoch ist, dass es für dieses Verhalten keine argumentative Grundlage gibt. Überdies kann es auf keinen Fall Maxime eines allgemeinen Verhaltenscodex sein. Insofern muss man diese Haltung also schlicht ablehnen.

Biochemische Reflexe und Empfindungen zielen darauf ab, die eigene Fitness zu erhöhen

Alle Wesen, die sich ihrer selbst bewusst sind, sind in der uns umgebenden Natur durch Evolution entstanden. Es ist ein Merkmal solcher Wesen, dass sie Verletzungen ihres Körpers als Schmerz und diesen als negativ empfinden, sodass ihre Entscheidungen darauf abzielen, ihn zu vermeiden, um körperliche Unversehrtheit und damit im weiteren Sinne ihre Lebensqualität (Fitness) bzw. ihr Überleben sicherzustellen. Selbiges Ziel haben auch positive Empfindungen, durch die entscheidungsfähige Wesen motiviert werden, Tätigkeiten auszuüben, die ihnen vorteilhaft sind.

Alle Wesen suchen die Kooperation, um größere Fitness zu erreichen

Über die direkte Unterscheidung von positiven und negativen Empfindungen hinaus, existiert in abstraktionsfähigeren Wesen (aber z.T. auch schon in Einzellern) die Fähigkeit, das Verhalten anderer Wesen in Bezug auf die eigenen Interessen einzustufen. Kooperierende Wesen erreichen einen höheren Lebensstandard (größere Fitness) bzw. eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit als nicht-kooperierende. Wesen können also davon profitieren, mit anderen zu kooperieren. Dabei ist es wichtig, die wirklich kooperierenden Partner, von Ausbeutern (Defektoren) zu unterscheiden.

Wesen haben daher ein generelles Interesse, eine Kooperation mit hilfreichen Wesen einzugehen, aber diejenigen Wesen zu bestrafen, die Ausbeutung betreiben bzw. Kooperationen defektieren.

Selbst Mirkoorganismen bestrafen Ausbeuter

Der Mechanismus der Begünstigung von Kooperation, gegenüber der Bestrafung von Defektion ist verständlicherweise besonders effizient, je intelligenter ein Wesen ist. Allerdings muss hervorgehoben werden, dass es zum Fällen von sinnvollen Entscheidungen auf Grundlage gegebener Informationen nicht zwingend eines Gehirns bedarf, auch Mirkoorganismen sind durch Informationsverarbeitung auf biochemischer Ebene in der Lage. Sie gelangen auch ohne Gehirn spätestens nach hinreichender Anzahl von Generationen, namentlich durch Evolution, zu solchen Verhaltensmustern. Es ist davon auszugehen und teilweise auch schon bekannt bzw. erforscht, dass auf Kooperation und auf Bestrafung ausgerichtete Mechanismen auf mikrobieller Ebene vorhanden sind.

Der Mensch muss daher fürchten, für seine Ausbeutung der Natur eine Gegenmaßnahme in selbiger heraufzubeschwören

Nachdem Kooperation und Bestrafung also abundant in der Natur vorhanden ist, muss eine die Natur ausbeutende Spezies wie der Mensch, dringend fürchten, durch den aufgebrachten Evolutionsdruck eine massiv gegen ihn gerichtete Reaktion zu provozieren.

Nicht zuletzt, um weder die Verteidigungsstrategien intelligenter Wesen, noch evolutivierende Gegenmaßnahmen in der Natur heraufzubeschwören, ist es daher dringend angebracht, Leben allgemein und insbesondere bewussten Willen zu respektieren.

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